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Jahresbericht-2014-epaper

arbeitsmarkt und arbeitsrecht 8 | 9 nein Zu ecOPOP: ein WichtiGer und VernÜnFtiGer entscheid Nach dem Entscheid zur Masseneinwanderung war es für die Schweizer Wirtschaft umso wichti- ger, dass das Schweizer Stimmvolk einen klaren Entscheid gegen die Initiative «Stopp der Überbe- völkerung – zur Sicherung der natürlichen Lebens- grundlagen» fällen würde. Erfreulicherweise gelang es, dem Stimmvolk auf- zuzeigen, zu welchen gravierenden Folgen die An- nahme dieser Initiative führen würde. Mit einem hohen Nein-Stimmen-Anteil von 74,1 Prozent wurde die Initiative wuchtig abgelehnt. Dies wertet der Schweizeri- sche Arbeitgeberverband als positives Signal: Die Bevöl- kerung will keine tiefe und starre Zuwanderungsquote in der Bundesverfassung, kom- biniert mit einer Aufstockung der Entwicklungshilfegelder für Massnahmen der freiwil- ligen Familienplanung. Die Zuwanderungsbeschränkung auf rund 16000 Per- sonen pro Jahr hätte der Schweizer Wirtschaft praktisch jede Entwicklungsmöglichkeit geraubt und damit deren Wettbewerbsfähigkeit und den Wohlstand der Gesellschaft aufs Spiel gesetzt. FachkrÄFte-initiatiVe: «arbeitsmarkt45PLus» Mit ihrem Ja zur Zuwanderungsinitiative machte die Schweizer Bevölkerung deutlich, dass sie von der Wirtschaft eine noch bessere Berücksichti- gung der inländischen Arbeitskräfte erwartet. Im Rahmen der Fachkräfte-Initiative von Bund, Kan- tonen und Sozialpartnern engagiert sich der Schweizerische Arbeitgeberverband schon länger für dieses Ziel. Erstes konkretes Resultat war die Initiative «arbeitsmarkt45plus», die der SAV im Herbst 2013 angekündigt hatte. Im Juni 2014 er- folgte schliesslich mit rund zwölf Unternehmen der Kick-Off. Im Kreise dieser Unternehmen wurden insbeson- dere die Gründe und Fragen diskutiert, die Arbeit- geber davon abhalten können, ältere Mitarbeitende bis zum Erreichen des ordentlichen Pensionsal- ters und gegebenenfalls darüber hinaus zu be- schäftigen. Ebenso ging es darum, welche Mecha- nismen dazu führen, dass ältere Mitarbeitende nicht im Erwerbsprozess bleiben (wollen). Drei Themenkreise wurden ausdrücklich behandelt: ■ Liegt es an den sozialversicherungsrechtlichen Regelungen, dass ältere Mitarbeitende vorzeitig aus dem Erwerbsprozess ausscheiden? ■ Liegt es an den Arbeitsbedingungen und wenn ja, welche Lösungen können hier Abhilfe schaffen? ■ Liegen die Ursachen und Gründe auf der Ebene der Führung sowie der Zusammenarbeit im Team? Nachdem die Antworten auf diese Fragen in einer ersten Runde ausschliesslich den beteiligten Un- ternehmen zugutekamen, wurde im Januar 2015 «Zukunft Arbeitsmarkt Schweiz», ein Gefäss mit mehr Öffentlichkeitscharakter, lanciert. Damit sollen diese Erfahrungen, Schlussfolgerungen und Best-Practice-Beispiele gesammelt und insbeson- dere auch anderen Arbeitgebern zur Verfügung gestellt werden, damit diese ihrerseits für sie gute Ansätze prüfen und umsetzen. Gleichzeitig bietet «Zukunft Arbeitsmarkt Schweiz» auch die Mög- lichkeit, in der Öffentlichkeit über die bereits um- gesetzten und geplanten Massnahmen der Arbeit- geber zu berichten. ZWischen LOhnunterschied und LOhndiskriminierunG ist Zu diFFerenZieren! Der Lohngleichheitsdialog der Sozialpartner und des Bundes wurde im Februar 2014 beendet, ohne dass die gewünschte Zahl von 100 Unternehmen teilgenommen hatte. Einer der Gründe dafür war der Umstand, dass die Unternehmen nicht die Wahl hatten, bei der Prüfung der Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern auch ihre bereits verwendeten, betrieblichen Lohnkontrollinstru- mente einzusetzen. Dies bedeutete für die Unter- nehmen einen unnötigen administrativen Mehr- aufwand. Der SAV wird deshalb bei der weiteren Diskussion der Lohngleichheitsfrage auf die Akzep- tanz der betrieblichen Lohnkontrollinstrumente ein besonderes Augenmerk legen. Auch ging der Schweizerische Arbeitgeberver- band im Berichtsjahr vertieft der Frage nach, ob die Ergebnisse der vom Bund geforderten und ein- zig anerkannten Regressionsanalysen wirklich ein verlässliches Bild der schweizweiten Lohndis- kriminierung zeigen oder ob nicht wichtige Lohn- «DIE NEUEN BEWILLIGUNGSVER- FAHREN SIND SCHLANK, RASCH UND UNBÜROKRATISCH UMZUSETZEN.»

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