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Schweizer Löhne stiegen 2011 real um 0,7%

Die Löhne in der Schweiz wuchsen im vergangenen Jahr durchschnittlich um 1%. Teuerungsbereinigt beträgt der Lohnanstieg 0,7%. Am deutlichsten fiel das Wachstum bei den Informationsdienstleistern und Versicherern aus, ohne Lohnerhöhung blieb die Branche  Beherbergung und Gastronomie.


Der nominale Lohnanstieg von 1% ist etwas höher als im Vorjahr (+0,8%), jedoch deutlich geringer als 2008 (+2%) und 2009 (+2,1%), schreibt das Bundesamt für Statistik (BFS). Die Löhne 2008 und 2009 waren allerdings noch von Salärverhandlungen zu Zeiten des Wirtschaftsbooms geprägt.

Moderater Lohnanstieg

Die nach wie vor spürbaren Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise sowie die schwache Teuerung hätten zu einem moderaten Lohnanstieg im Jahr 2011 geführt, teilte das BFS weiter mit. Die Lohnerhöhungen seien im Herbst 2010 vereinbart worden, als man die Teuerung auf 0,6% geschätzt habe.

Im Rahmen der wichtigsten Gesamtarbeitsverträge (GAV), die rund eine halbe Million Arbeitnehmende abdecken, wurde für 2011 eine effektive Lohnerhöhung von 0,9% vereinbart. Damit fiel der Saläranstieg im vergangenen Jahr unterdurchschnittlich aus. Zwischen 2007 und 2011 nahmen die Nominallöhne laut BFS jährlich im Durchschnitt um 1,5% und die Reallöhne um 0,8% zu.

Dienstleistungssektor: nominal 1% mehr

Der tertiäre Sektor verzeichnete 2011 im Durchschnitt ein Nominallohnwachstum von 1,0%. Damit fiel das Wachstum ähnlich wie 2010 (+0,9%), aber deutlich tiefer als 2009 (+2,0%) und 2008 (+2,1%) aus. Die Branchen mit dem stärksten Einfluss auf die Lohnerhöhungen des Jahres 2011 waren mit Zuwachsraten von über 2% die Informationstechnologien und -dienstleistungen (+2,5%) und die Versicherungen (+2,3%). Es folgen der Detailhandel mit +1,7%, was im Vergleich zum Vorjahr (+0,5%) einer deutlichen Zunahme entspricht.

Ohne Lohnerhöhung blieben die öffentliche Verwaltung und die Branchen Beherbergung und Gastronomie (je 0%). Eine Lohnzunahme von 1,1% verzeichnete der Bereich Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen.

Maschinenbau legte zu

Die Lohnwachstumsrate des sekundären Sektors entspricht mit 1% jener des tertiären Sektors, sie liegt jedoch höher als im Jahr 2010 (+0,5%). Die Exportbranchen konnten von einer günstigeren internationalen Wirtschaftslage profitieren. Die Chemie- und Pharmaindustrie verzeichnete eine Nominallohnzunahme von 1,4%, gegenüber 1,0% im Jahr 2010. Im Maschinenbau nahmen die Nominallöhne um 1,1% zu, gegenüber 0% im Vorjahr.

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