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«Mangel an Fachkräften spitzt sich zu»

Qualifizierte Kandidaten sind bei Arbeitgebern gesucht wie nie zuvor, zudem nimmt die Bedeutung der internationalen Rekrutierung weiter zu. Zu diesen Schlüssen kommt eine Umfrage bei 500 Schweizer Unternehmen.


Die Schweizer Unternehmen halten 42,4% aller freien Stellen für nicht oder nur schwierig zu besetzen. Diese und andere Erkenntnisse resultieren aus der repräsentativen Arbeitgeberstudie «Recruiting Trends 2011 Schweiz», wie das Online-Stellenportal monster.ch mitteilte. Durchgeführt wurde die Studie zwischen Ende November 2010 und Mitte März 2011 bei den Schweizer Top-500-Unternehmen.

37% der offenen Stellen schwierig zu besetzen

«Der Fachkräftemangel hat sich 2010 drastisch verschärft und scheint sich in absehbarer Zukunft auch nicht abzuschwächen», schreibt monster.ch. Mittlerweile 37,5% der offenen Stellen – 8,5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr – werden von den Teilnehmern der Studie als schwierig zu besetzen eingestuft. 4,9% werden gar als nicht besetzbar bewertet. Auch die Einschätzung der Zukunft bestätigt laut dem Stellenportal den langfristigen Trend. Die Umfrageteilnehmer gehen davon aus, dass im Jahr 2015 bereits 46,3% der offenen Stellen nicht oder nur mit Schwierigkeiten zu besetzen sein werden.

Je schwieriger es werde, in der Schweiz das geeignete qualifizierte Personal zu finden, desto mehr Anstrengungen würden unternommen, um ausländische Kandidaten für sich zu gewinnen. Für 37,7% der Unternehmen hatte die internationale Rekrutierung im 2010 eine hohe Bedeutung. Im Vergleich zum Jahr 2009, als die Wirtschaftskrise noch aktuell war, hat sich dieser Wert um 9,6 Prozentpunkte erhöht und befindet sich nahezu auf dem Niveau des Jahres 2008. Mit Ausblick auf das Jahr 2015 wird die internationale Rekrutierung gar für 47,5% der Umfrageteilnehmer wichtig oder sehr wichtig werden.

Beliebter Arbeitsmarkt Deutschland

Von den benachbarten Arbeitsmärkten ist Deutschland nach wie vor der mit Abstand beliebteste. 41% der Studienteilnehmer geben an, dort häufig zu rekrutieren. In Frankreich schauen sich 8,2% regelmässig um, in Österreich 6,7%, in Italien 4,9% und in Osteuropa noch 3,3%.

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