Optimierungen bei den höheren Fachschulen

6. April 2017,  Vernehmlassungen

Durch vereinfachte Prozesse und einen besseren Einbezug der Verbände will der Bund die Profilierung der höheren Fachschulen stärken. Die Arbeitgeber begrüssen die geplanten Anpassungen der Rechtsgrundlagen.

Die eidgenössisch anerkannten Bildungsgänge an höheren Fachschulen (HF) leisten einen wichtigen Beitrag zur arbeitsmarktnahen Höherqualifikation vieler Berufsleute. Rund 8‘500 Personen schliessen jedes Jahr einen der rund 400 Bildungsgänge ab, die von etwa 200 öffentlichen oder privaten Bildungsanbietern durchgeführt werden. Der Bund beabsichtigt nun die entsprechenden Rechtsgrundlagen zu optimieren. Dabei sollen die Rollen der Bildungsanbieter und der Verbände in den Trägerschaften klarer abgebildet werden. Ebenfalls sollen die Prozesse vereinfacht und die Qualitätsentwicklung des Gesamtbereiches unterstützt werden.

Der Schweizerische Arbeitgeberverband begrüsst die Stossrichtung des Bundes, da sie die Arbeitsmarktorientierung stärkt und rein angebotsgetriebene Entwicklungen in diesem Bildungsbereich verhindert. Die stärkere Einbindung der Organisationen der Arbeitswelt bei der Gestaltung dieses Bildungstyps erachten die Arbeitgeber als nötig und realistisch, um die die Arbeitswelt systematisch gemäss den bewährten Prinzipien des Berufsbildungsgesetzes anzubinden. Dies kommt auch dem übergeordneten bildungspolitischen Ziel von Bund und Kantonen («Profile auf der Tertiärstufe sind geschärft») entgegen.

Überwiegend positiv ist zudem, dass die bisherigen HF-Bereiche nicht mehr weitergeführt werden. Insbesondere jene Verbände, die im grossen Bereich der Technik engagiert sind, fordern diese Möglichkeit der Flexibilisierung und der besseren Anpassungsfähigkeit an die Gegebenheiten des Arbeitsmarktes.