Bund bezahlt höhere Beiträge an Berufs- und Fachprüfungen

15. November 2012,  News

Der Bundesrat hat beschlossen, die Beiträge für die Durchführung der eidgenössischen Prüfungen in der höheren Berufsbildung von 25 auf 60 Prozent zu erhöhen. Eine entsprechende Änderung der Berufsbildungsverordnung wurde in der Vernehmlassung von allen Teilnehmenden unterstützt. Sie tritt auf Anfang 2013 in Kraft.

Die eidgenössischen Prüfungen sind ein bedeutendes Instrument zur Höherqualifizierung von Berufsleuten. Es gibt 240 eidgenössisch anerkannte Berufs- und 170 höhere Fachprüfungen. Jährlich werden rund 16 000 Abschlüsse abgelegt. Die eidgenössischen Prüfungen sind ausgesprochen praxisbezogen. Berufserfahrung ist eine wichtige Voraussetzung für das Bestehen und wird durch die Prüfungen validiert. Trägerschaft der Prüfungen sind die Organisationen der Arbeitswelt. Finanziell beruhen die eidgenössischen Prüfungen zu grossen Teilen auf der Beteiligung der Wirtschaft und der Absolventinnen und Absolventen.

Wie das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie (BBT) mitteilt, will der Bund die eidgenössischen Prüfungen als wirkungsvolles Instrument der arbeitsmarktorientierten Zusatzqualifizierung von Berufsleuten auch für die Zukunft sichern. Er erhöht dazu die Beiträge an die Kosten der Prüfungen von derzeit 25 auf 60 Prozent und in Ausnahmefällen, bei besonders kostenintensiven Prüfungen, auf bis zu 80 Prozent.

Finanzierung aus BFI-Krediten
Dank dieser Massnahme sollen die Gebühren für die Prüfungsteilnehmenden sinken und langfristig tragbar bleiben. Unterstützt werden auch Massnahmen zur Qualitätssicherung. Die Mehrkosten für den Bund werden auf jährlich maximal 25 Millionen Franken geschätzt, gegenüber rund 15 Millionen Franken nach geltendem Recht. Die Beiträge werden in den kommenden Jahren aus den Krediten finanziert, die das Parlament mit der BFI-Botschaft 2013-2016 bewilligt hat.