Vaterschaftsurlaub: Bundesrat empfiehlt Initiative zur Ablehnung

18. Oktober 2017,  News

Der Bundesrat empfiehlt, die Volksinitiative «Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie» abzulehnen. Auch verzichtet der Bundesrat zu Recht auf einen Gegenvorschlag zur Initiative.

Der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) begrüsst den Entscheid des Bundesrats, die Vaterschaftsurlaubsinitiative zur Ablehnung zu empfehlen und von einem Gegenvorschlag abzusehen. Die Initiative verlangt einen staatlich verordneten Vaterschaftsurlaub von vier Wochen für erwerbstätige Väter. Der Einkommensersatz würde über die Erwerbsersatzordung (EO) entschädigt und würde damit die Unternehmen gemäss Schätzungen des Bundesrats mit jährlich 420 Millionen Franken belasten.

Gerade KMU mit nur wenigen Mitarbeitenden verfügen nicht über die gleichen organisatorischen Möglichkeiten für einen Vaterschaftsurlaub wie Grossunternehmen. Ein Vaterschaftsurlaub sollte deshalb weiterhin auf Betriebs- oder Branchenebene ausgehandelt und auf die jeweiligen Möglichkeiten und Arbeitsbedingungen abgestimmt werden können. Statt die betriebliche Flexibilität weiter einzuschränken, ist dieser Weg fortzuführen, denn er ermöglicht individuelle Lösungen, welche die Bedürfnisse sowohl des Arbeitgebers als auch des Mitarbeitenden berücksichtigen.