Sozialpartner als Stakeholder

Der Sozialpartnerschaft verdankt die Schweiz etliche Errungenschaften. Gewerkschaften und Verbände haben dabei eine entscheidende Rolle gespielt. Roland A. Müller, Direktor des Schweizerischen Arbeitgeberverbands, und Arno Kerst, Syna-Präsident, weisen im Gespräch mit der Zeitschrift «Management und Qualität» den Weg für ein zukunftsweisendes Modell einer Sozialpartnerschaft.

Eine im Vergleich zu anderen Ländern wie Deutschland oder Frankreich liberale Gesetzgebung und der grosse Wert der Freiwilligkeit führen anerkanntermassen zu den sehr guten Arbeitsbedingungen und dem stabilen Arbeitsfrieden in der Schweiz. Das betont auch Roland A. Müller: «Vieles, was wir erreicht haben, verdanken wir den Sozialpartnern. Man sitzt und redet so lange, bis Lösungen gefunden werden. Das sind anstrengende Verhandlungen, die jedoch zu stabilen Ergebnissen führen, die wirklich eingehalten werden.» Obwohl politisch von den Gewerkschaften bisweilen ein konfrontierender Konfliktansatz gewählt werde, so Müller weiter, treffe es nicht zu, dass die Sozialpartnerschaft am Ende sei.

Diesen Eindruck bestätigt von Arbeitnehmerseite Arno Kerst: «Wir vertreten die Anliegen der Arbeitnehmer engagiert, anerkennen aber auch die Bedürfnisse der Arbeitgeber. Mit dieser Haltung ermöglichen wir Win-Win-Situationen, wodurch Arbeitsbedingungen verbessert, aber auch der soziale Friede und die Arbeitsplätze erhalten bleiben.»

Der Artikel ist im Magazin «Management und Qualität» erschienen und in voller Länge als PDF verfügbar.