Frauen besetzen mehr Führungspositionen

7. März 2017,  News

Erneut ist der Anteil der Frauen in Geschäftsleitungen und Verwaltungsräten grosser Schweizer Unternehmen gestiegen. Verglichen mit dem öffentlichen Sektor ist der Frauenanteil bei den befragten Unternehmen aber nach wie vor tiefer. Der Schweizerische Arbeitgeberverband tritt deshalb weiterhin aktiv für mehr Frauen in den obersten Führungsgremien ein.

Der Anteil der Frauen in den Geschäftsleitungen und Verwaltungsräten der 100 grössten Schweizer Unternehmen steigt weiter auf 8 beziehungsweise 17 Prozent. Zu diesem Ergebnis kommt der neuste Schilllingreport des Personalberatungsunternehmens Guido Schilling AG, der jährlich die Führungsgremien der Schweizer Wirtschaft und in diesem Jahr erstmals auch der öffentlichen Verwaltung unter die Lupe nimmt. Besonders erfreulich ist, dass mehr als ein Fünftel der neuen Mitglieder von Geschäftsleitungen  weiblich ist, was einer deutlichen Zunahme im Vergleich zu früheren Jahren entspricht.

Die Entwicklung geht in die richtige Richtung, der Frauenanteil in den obersten Führungsgremien ist aber nach wie vor tief. Es liegt nicht zuletzt im eigenen Interesse der Unternehmen, bei der Zusammensetzung ihrer Führungsgremien auf Diversität zu achten. Immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass geschlechterdurchmischte Teams bessere Leistungen erzielen können. Ausserdem gebietet die zunehmende Verknappung des Arbeitskräfteangebots je länger desto mehr, das Potenzial der Frauen auch auf den Führungsebenen besser zu nutzen.

Der Schweizerische Arbeitgeberverband setzt sich vor diesem Hintergrund seit mehreren Jahren für eine bessere Vertretung von Frauen in Verwaltungsräten ein – sei es beispielsweise mit der Publikation «Frauen im Verwaltungsrat» oder jüngst mit einem selbstverpflichtenden «Code of Conduct» für Personalberatungsfirmen. Sämtliche 32 angefragten Executive-Search-Unternehmen, die bei der Besetzung von Verwaltungsräten mitarbeiten, haben diesen Verhaltenskodex unterzeichnet. Sie sollen Unternehmen in der Nachfolgeplanung von Führungspositionen beispielsweise dahingehend unterstützen, dass sie auf den Nutzen einer ausgewogenen Geschlechtervertretung hinweisen und ein Kontaktnetzwerk mit potenziellen Kandidatinnen aufbauen.