Eine schweizerische Deklaration zur Zukunft der Arbeit zum IAO-Jubiläum

8. Juni 2017,  News

Die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) wird 2019 ihr 100-jähriges Bestehen feiern. Im Hinblick auf dieses Jubiläum wurde eine Initiative zur Zukunft der Arbeit lanciert, die 2019 in die Verabschiedung einer globalen Deklaration münden soll. Die Eidgenossenschaft, die aktiv an diesen Feierlichkeiten teilnimmt, ist bestrebt, mit Unterstützung der Sozialpartner eine schweizerische Deklaration zur Zukunft der Arbeit zu verfassen.

Die Internationale Arbeitsorganisation (IAO) mit Sitz in Genf wurde 1919 im Zuge der Versailler Verträge gegründet und wird somit 2019 ihr 100-jähriges Bestehen feiern. Als einzige tripartite Organisation der UNO vereint die IAO Vertreter von Regierungen, Arbeitgebern und Arbeitnehmern, um den internationalen Schutz der Arbeiterschaft zu gewährleisten. Sie umfasst gegenwärtig 187 Mitglieder.

Um dieses Jubiläum gebührend zu feiern, hat die IAO sieben Initiativen lanciert, die zur Erfüllung ihres Mandats der sozialen Gerechtigkeit beitragen sollen. Dazu zählt auch die Initiative zur Zukunft der Arbeit. Diese umfasst vier hauptsächliche Bereiche: Arbeit und Gesellschaft, menschenwürdige Arbeitsplätze, die Gestaltung von Arbeit und Produktion sowie die Rahmenbedingungen der Arbeit. Die Initiative soll in der Verabschiedung einer globalen Deklaration zur Zukunft der Arbeit anlässlich der Internationalen Arbeitskonferenz vom Juni 2019 resultieren.

Als Gründungsmitglied leistet auch die Schweiz ihren Beitrag zu diesen Feierlichkeiten. Die Eidgenossenschaft hat beschlossen, einen besonderen Akzent auf die Initiative zur Zukunft der Arbeit zu legen. Insbesondere geht es darum, zusammen mit den anderen Mitgliedsländern der IAO darauf hinzuarbeiten, dass die sich mit der fortschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt bietenden Chancen optimal ausgenutzt werden können.

Um die 100 Jahre IAO zu feiern, strebt die Eidgenossenschaft die Erarbeitung einer schweizerischen Deklaration zur Zukunft der Arbeit an. Deren Unterzeichnung könnte vor 2019 in Gegenwart des Vorstehers des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung sowie des Direktors der IAO in Zürich stattfinden. Die Sozialpartner, so auch der Schweizerische Arbeitgeberverband, begrüssen diesen Vorschlag als vertrauensbildende Massnahme. Denn gegenseitiges Vertrauen ist eine notwendige Voraussetzung, um die neuen Herausforderungen der Arbeitswelt bewältigen zu können.