Arbeitgeber setzen auf inländische Arbeitskräfte

23. April 2015,  News

Die Nettozuwanderung ging 2014 um fast 3 Prozent zurück – trotz boomender Wirtschaft und bei Vollbeschäftigung. Das zeigt einerseits, dass die Arbeitgeber verstärkt auf inländische Arbeitskräfte setzen. Andererseits verdeutlichen die Zahlen, dass die Schweiz weiterhin auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen ist, will sie ihren Wohlstand halten.

Die neuesten Zahlen zur Zuwanderung zeigen: Trotz boomender Wirtschaft ging die Nettozuwanderung im letzten Jahr um fast 3 Prozent auf 78’900 Personen zurück. Die Arbeitslosigkeit verharrte dabei bei tiefen 3,2 Prozent. Das zeigt, dass die Arbeitgeber ernst machen und verstärkt auf inländische Arbeitskräfte setzen. Die Fachkräfte-Initiative, die auch der Arbeitgeberverband unterstützt, trägt somit erste Früchte. Sprungartige Veränderungen der Zuwanderungszahlen dürfen jedoch nicht erwartet werden. Die Massnahmen zur Förderung der inländischen Arbeitskräfte – etwa die Höherqualifizierung von Arbeitnehmern oder die Verbesserung der Erwerbsanreize – wirken nicht von heute auf morgen.

Die Zuwanderungszahlen zeigen allerdings auch, dass die Schweizer Wirtschaft nach wie vor auf Fachkräfte aus dem Ausland angewiesen ist. Laut Schätzungen fehlen der Schweiz 2025 demografiebedingt eine halbe Million Arbeitskräfte. Die politisch gewollte Begrenzung der Zuwanderung muss deshalb auf die Bedürfnisse der Wirtschaft abgestimmt erfolgen – im Interesse eines starken Werkplatzes und unseres Wohlstands.